Deutsche Hilfe für die Wasserversorgung im Gaza-Streifen

Einweihung Muntar Wasserreservoir am 9. März 2017 Bild vergrößern (© KFW) Mit deutscher Unterstützung kommt der Wiederaufbau der zerstörten Wasser- und Abwasserinfrastruktur im Gaza-Streifen einen wichtigen Schritt voran. Gemeinsam mit dem palästinischen Minister für Wasserversorgung, Mazen Ghoneim, nahm der Leiter des deutschen Vertretungsbüros in Ramallah, Peter Beerwerth, das Muntar-Wasserreservoir offiziell in Betrieb.

Das Muntar Wasserreservoir spielt eine wichtige Rolle im Wasserversorgungssystem im Gaza-Streifen. Es wurde im Gaza-Krieg 2014 zerstört. Im Oktober 2014 wurde mit seiner Wiederherstellung begonnen.

„Deutschland ist und bleibt für die Menschen in Gaza und der Westbank ein verlässlicher Entwicklungspartner, auch in schwierigen Zeiten“, erklärte Peter Beerwerth. Das Wasserreservoir Muntar sei nur eines aus einer Vielzahl von Projekten, mit denen Deutschland die schwierigen Lebensbedingungen der Menschen im Gaza-Streifen verbessern helfe. So finanziere die Bundesrepublik derzeit den Bau der großen Kläranlage „Gaza Zentral“ östlich von Bureij, mit Investitionen von 65 Mio. EUR.

Mit einem aktuellen Projektportfolio von über 350 Mio. EUR für Wasser- und Abwassermaßnahmen ist Deutschland einer der wichtigsten Geber in diesem Bereich in Palästina. Die Instantsetzung des Muntar-Wasserreservoirs ist Teil der deutschen Wiederaufbauhilfe für Gaza im Wasser- und Abwasserbereich, für die die Bundesregierung über die KfW Entwicklungsbank 9 Mio. EUR bereitgestellt hatte.

Das Reservoir kann 5.000 Kubikmeter Wasser speichern und je nach Bedarf in das Wassernetz einspeisen. Wiederaufgebaut wurden mit der deutschen Unterstützung nicht nur der Muntar-Wasserspeicher, sondern auch der ebenfalls zerstörte Brunnen in direkter Nachbarschaft, ein weitere Wasserspeicher sowie Pumpstationen, Leitungen und Zufahrtstraßen.