Klinik für palästinensisches Dorf Jiftlik

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Der Leiter des Deutschen Vertretungsbüros Ramallah, Götz Lingenthal, und der palästinensische Premierminister, Salam Fayyad, haben am 26. Oktober den Auftakt für den Neubau einer Klinik im Dorf Jiftlik im Westjordanland gegeben.

Das Dorf Jiftlik hat 6000 Einwohner und liegt 30 km entfernt von Jericho im Jordantal; es befindet sich vollständig im sogenannten "C-Gebiet". Die örtliche Gesundheitsversorgung wurde bislang in beengten Stahlcontainern erbracht, die nur tageweise betrieben werden.

Die "C-Gebiete" machen ca. 60 Prozent der Gesamtfläche des Westjordanlandes aus und stehen unter direkter israelischer Verwaltung. Palästinenser können in diesen Gebieten nur unter sehr eingeschränkten Bedingungen bauen. In den "B-Gebieten"sind die palästinensischen Behörden selbst für zivile Angelegenheiten verantwortlich, in den "A-Gebieten"zusätzlich auch für die Sicherheit.

Die neue Klinik soll eine Notfallambulanz, drei Behandlungszimmer, ein Schwesternzimmer, einen Röntgenraum, ein Labor sowie einen Warteraum auf einer Fläche von insgesamt 300 Quadratmetern umfassen.

Zukunft für Palästina
Die Klinik wird aus Mitteln des Auswärtigen Amtes im Rahmen der Initiative "Zukunft für Palästina" errichtet.
Künftig besteht damit eine verbesserte Gesundheitsversorgung für die 6.000 Dorfbewohner sowie für Bewohner der umliegenden Nachbardörfer. Die von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) umgesetzten Maßnahmen zielen insbesondere auf die Stärkung marginalisierter Kommunen.

Im Januar 2008 haben die Bundesregierung und die Palästinensische Behörde die Initiative "Zukunft für Palästina" ins Leben gerufen. Schnell umsetzbare, "handfeste" Projekte aus den Bereichen Kultur, Bildung und Infrastruktur sollen der palästinensischen Bevölkerung unmittelbar zu Gute kommen und diese auch motivieren, einen langen und fragilen Friedensprozess zu unterstützen.

 Hier finden Sie die Ansprache des Leiters des Vertretungsbüros